Zu den beliebtesten Comedy-Serien der späten 1960er und frühen 1970er
Jahre gehört zweifellos die US-amerikanische Produktion „Bewitched“, die
heute zu den absoluten Klassikern in der Serienlandschaft gehört und in
Deutschland unter dem Titel „Verliebt in eine Hexe“ bekannt ist. Im
Auftrag des US-amerikanischen Senders ABC entstanden zwischen 1964 und
1972 acht Staffeln der Reihe, die insgesamt 252 Episoden und rund 100
Stunden Filmmaterial umfassen. Die einzelnen Folgen sind dabei jeweils
etwa 24 Minuten lang und lassen sich in drei Kategorien einteilen. So
wurden die ersten beiden Staffeln, die insgesamt 72 Folgen umfassten, noch
in Schwarzweiß gedreht, Staffel drei bis fünf hingegen schon in Farbe. Ab
der sechsten Staffel übernahm Dick Sargent eine der Hauptrollen und löste
den bis dahin gesetzten Dick York als Darrin Stephens ab. Abgesehen von
diesen beiden Schauspielern war die Serie auch ansonsten hochwertig
besetzt und verhalf vor allem Elizabeth Montgomery und Agnes Moorehead zu
einem gewaltigen Bekanntheitsgrad.
Fürs deutsche Fernsehen wurde die Serie zum Teil mehrfach
synchronisiert, wobei 47 Folgen der ersten beiden Staffeln überhaupt nie
übersetzt wurden. Andere Episoden wurden zunächst sehr kindlich übersetzt,
da als Zielpublikum ursprünglich nur Kinder vorgesehen waren. Da hierdurch
der Charakter der im englischen Original eingesetzten Screwball-Comedy
verloren ging, konnte sich die synchronisierte Version aber nicht
etablieren, weshalb verschiedene andere Übersetzungen vorgenommen wurden.
Fans der Serie schwören dennoch bis heute auf das englische Original,
weshalb sich die DVD-Boxen, die mittlerweile zu den ersten sechs Staffeln
erschienen sind, großer Beliebtheit erfreuten. Hier hat man die
Möglichkeit, die Serie im Originalton zu sehen und gegebenenfalls den
deutschen Untertitle zu aktivieren – wobei man dann die eine oder andere
Übersetzungsschwäche unmittelbar vor Augen geführt bekommt.
Inhaltlich dreht sich die Sitcom-artige Reihe um die Hexe Samantha
Stephens, die mit einem normal sterblichen Mann namens Darrin verheiratet
ist, der erfolgreich für eine Werbeagentur arbeitet. Samanthas Mutter, die
schrille Hexe Endora, sieht die Ehe mit einem Nicht-Hexer nur ungern und
legt viel Wert darauf, Darrin bloßzustellen, weshalb sich durch die
gesamte Serie ein nimmer endender Streit zwischen den beiden Zieht. Der
Witz der Reihe rekrutiert sich vor allem aus der schrägen Situationskomik,
die im Zusammenprallen der Hexenwelt mit der naiven Vorstellungswelt
Darrins wurzelt. Außerdem gibt es viele interessante Nebenrollen, wie die
von Darrins humorvollem aber kaltblütigem Chef Larry, den Nachbarn der
Stephens oder Samanthas Verwandtschaft. Hier ist besonders die wilde
Hexencousine Serena zu erwähnen, die in einer Doppelrolle ebenfalls von
Elizabeht Montgomery dargestellt wird.