Zu den beliebtesten
Serien der 1990er Jahre gehörte die US-amerikanische Produktion „Twin
Peaks“, die unter der Regie von David Lynch nach einer Idee des bekannten
Autors Mark Frost entstand und sich bis heute einer großen Fangemeinde
erfreut. Trotzdem entstanden nur 29 Episoden der Serie, die ab dem 8.
April 1990 auf ABC in den Vereinigten Staaten gesendet wurde. Die
synchronisierte Fassung kam danach recht schnell Deutschland und wurde
dort ab September 1991 ausgestrahlt. Danach wurde „Twin Peaks“ mehrfach
wiederholt, bis die Quasi-Nachfolgeserie „Akte X“
gedreht wurde. Wie etwa „Twilight Zone“
kann „Twin Peaks“ nämlich auch als absoluter Vorreiter im Bereich Mystery
und Krimi angesehen werden und so ist ein Großteil des Erfolges beim
Publikum auf das neuartige Konzept der Reihe zurückzuführen.
Inhaltlich dreht sich
die Serie um den FBI-Agenten Dale Cooper, der einen mysteriösen Mord an
einer gewissen Laura Palmer aufklären muss. Seine langwierigen
Ermittlungen führen ihn in das Städtchen Twin Peaks, dessen waren
Charakter er erst nach einiger Zeit entdeckt. So tun sich hinter den
idyllischen Fassaden der Kleinstadt und dem offenen Benehmen seiner
Bewohner bald tiefe Abgründe auf und Cooper gerät in einen verwirrenden
Sumpf an Fakten und Hinweisen, sodass die Entlarvung des Täter mit
zunehmenden Ermittlungen in immer weitere Ferne zu rücken scheint.
Die komplexe Handlung
der Serie veranlasste nach Ende der ersten Staffel den Sender ABC, die
Autoren zu einer Änderung des Skripts zu bewegen. So hatte Mark Frost
ursprünglich vor, den Täter nie zu entlarven, was nach Ansicht der
Senderleitung aber den durchschnittlichen Zuschauer überfordert hätte. So
wurde die Story kurzfristig geändert und Dale Cooper fand den Mörder. Das
Spannungsmoment der Serie war allerdings verloren und der Sender hatte
sich verrechnet – die Zuschauerzahlen waren rückläufig und so wurde die
Serie bereits nach zwei Staffeln eingestellt.