Office, The (BBC Two) Im Fokus der Serie steht die Papier-Großhandelsfirma Wernham Hogg,
deren Büroalltag in einer Langzeitstudie dokumentiert wird. Die Szenen aus
dem täglichen Kampf am Schreibtisch, der mit Hilfe von üblen Intrigen und
gemeinem Klatsch zu einem Aufstieg in der Abteilung führen soll, wechseln
sich mit Interviews der verschiedenen Mitarbeiter ab. Diese versuchen dort
ihre schreiende Inkompetenz oder das Sägen am Stuhl des Kollegen zu
rechtfertigen. Alle bekannten Charaktere aus der Büro-Welt sind vertreten:
Der inkompetente Chef (Ricky Gervais), der sich für einen begnadeten
Komiker hält, sein dauernd schleimender Assistent (Mackenzie Crook )und
natürlich das frustrierte Fußvolk. Doch auch im Büro gilt: Alle Macht geht
vom Volke aus.
Mit beißendem Witz und gemeinem Humor wird hier der Büroalltag
persifliert. Die englische Serie aus dem Jahr 2001 (deutsche
Erstausstrahlung 2006) gewinnt ihren Witz vor allem aus der Aufmachung als
Dokumentation. Nahezu jeder kann sich in dieses Büro hineinfühlen,
spiegeln die Charaktere doch das Wesen vieler ungeliebter Kollegen wieder.
Die mit zwei Golden Globes prämierte Serie war Vorlage für zahlreiche
nationale Remakes, so z.B. einer amerikanischen Version, dem französischen
Le Bureau und natürlich der deutschen Erfolgssendung Stromberg.
Office, The (NBC) Keine leichte Aufgabe für Michael Scott (Steve Carell), den Regional
Manager einer Außenvertretung eines Papiervertreibers: Das völlig
unmotivierte, unfähige und intrigante Pack seiner Abteilung muss endlich
auf Vordermann gebracht werden. Schade nur, dass er von seinen
Untergebenen sich in all diesen Eigenschaften von seinen Untergebenen
wenig unterscheidet. Noch dazu wird von seiner psychotischen Vorgesetzten,
mit der er ein geheimes Verhältnis hat, drangsaliert. So existieren intime
und erst recht peinliche Videoaufnahmen von ihm in einer
Schulmädchenuniform, die den boshaften Mitarbeitern besser nicht in die
Hände geraten sollten. Denn ein Angestellter, der im täglichen Machtkampf
eine Schwäche zeigt, kommt sogleich unter die Räder: So ist es für seinen
etwas tollpatschigen Assistenten (Rainn Wilson) schon fast Routine, seine
Schubladen mit Götterspeise gefüllt zu finden. Doch die lieben Kollegen
haben noch einige Ideen mehr, um sich ihre Arbeitszeit zu vertreiben.
Der amerikanische Ableger der britischen Büro-Sitcom The Office steht
seinem Original in nichts nach: Mobbing, Intrigen und allerlei
Menschliches werden schonungslos humorvoll präsentiert. Die Serie wurde
für ihre frische und offene Art mit dem Emmy für die beste Komödie 2006
ausgezeichnet. Auch wenn sich die Lacher und Witze auf klischeehaft
überzogene Charaktere beziehen, wird nahezu jeder Zuschauer bei der einen
oder anderen Situation an einen "geliebten" Kollegen denken müssen.