Eine der bekanntesten
und traditionsreichsten Krimiserien im deutschen Fernsehen ist die
Produktion „SOKO 5113“, die seit mittlerweile 30 Jahren im Auftrag des ZDF
entsteht und die auch als Vorlage für mehrere 90-minütige Spielfilme
diente, die zwischen 1999 und 2008 entstanden. Verschiedene bekannte
Schauspieler wie Christine Döring, Monika Baumgartner, Tilo Prückner,
Werner Kreindl und sogar Dieter Krebs wirkten in der Serie mit, die
aktuelle Besetzung besteht aus Gerd Silberbauer, Hartmut Schreier, Michel
Guillaume und Bianca Hein (auch bekannt aus „Verliebt in Berlin“). Waren
in den ersten drei Staffeln die Folgen noch jeweils nur 25 Minuten lang,
dauern die Episoden seit der vierten Staffel eine knappe dreiviertel
Stunde. Bis zum 26. Dezember 2007 entstanden insgesamt 381 Folgen, was für
eine Serie aus diesem Genre, die nicht im Stil einer Soap gehalten ist,
eine ungewöhnlich große Anzahl ist.
Der große Erfolg der
Serie führte nicht nur zur Produktion eines Spin-Offs mit dem Titel „Solo
für Sudmann“, in dem einer der Kommissare 1997 in eigenen Kriminalfällen
auftrat, sondern auch zur Entstehung mehrerer anderer Krimiserien unter
dem Titel „SOKO“, wie etwa „SOKO Donau“, „SOKO Leipzig“ oder „SOKO Köln“,
die ebenfalls im ZDF und teilweise auch auf ORF 1 zu sehen waren.
Die Handlung von „SOKO
5113“, das seinen Namen der Durchwahlnummer des SOKO-Chefs verdankt,
basiert auf den realen Erfahrungen des ehemaligen Kriminaldirektors Dieter
Schenk, der bei der Kripo Gießen und später beim Bundeskriminalamt
beschäftigt war. Die polizeiliche Arbeit wird in der Serie möglichst
realitätsnah und ohne die Genre-typischen Übertreibungen dargestellt und
der Fokus hauptsächlich auf die Zusammenarbeit des Polizei-Teams
gerichtet. Die Gruppe bearbeitet dabei hauptsächlich Fälle, die mit
Rauschgiftkriminalität zu tun haben, setzt sich aber auch mit
Kapitalverbrechen und organisierter Kriminalität auseinander. Neben den
Kriminalfällen wird außerdem auch das Privatleben der Akteure beleuchtet,
was dem Zuschauer ein noch besseres Nachempfinden der Handlung ermöglichen
soll.