Als dritte sogenannte
„Weihnachtsserie“ entstand im Auftrag des ZDF im Jahr 1981 die
sechsteilige Fernsehproduktion „Silas“, die auf eine Idee von Cecil
Boedker zurückgeht und erstmals am 25. Dezember 1981 zu sehen war. Die
jeweils rund 45 Minuten langen Episoden waren mit zahlreichen bekannten
Schauspielgrößen wie Günter Meisner, Hans Helmut Dickow, Edith Heerdegen
und sogar Diether Krebs hervorragend besetzt und machten den damals 13
Jahre alten Patrick Bach, der die Hauptfigur verkörperter, quasi über
Nacht zum Star. Bach gewann bereits ein Jahr nach der Premiere auch einen
Bambi für die Rolle des „Silas“, die sich beim Publikum einer großen
Beliebtheit erfreuen durfte.
Die Geschichte der
Weihnachtsserie dreht sich um den jungen Artisten Silas, der als Kleinkind
an einen Wanderzirkus verkauft wurde und nun dort das Säbelschlucken
lernen soll. Weil er dies jedoch nicht möchte und zusätzlich vom
Zirkusdirektor wie ein Sklave behandelt wird, flieht Silas aus dem Zirkus
und kommt zunächst beim Bauern Bartolin unter. Nach einer Wette gewinnt
Silas dessen schwarzen Hengst und reitet mit diesem in ein großes
Abenteuer los. Nun muss er sich gegen den Gauner Emanuel durchsetzen, der
ihm das wunderschöne Tier abluchsen will und ihn mit Schlafmittel betäubt.
Silas findet sich in einem Holzkäfig wieder und lernt die blinde Maria
kennen, der ein ähnliches Schicksal droht wie ihm: sie soll an einen
Zirkus als Wahrsagerin verkauft werden. Nun erkennt Silas, dass auch
andere Menschen mit ihrem Schicksal hadern und versucht ab diesem
Zeitpunkt, den Menschen, die er auf seiner weiteren Reise trifft, so gut
es geht zu helfen. So findet Silas am Ende doch noch seinen Weg im Leben,
gewinnt viele neue Freunde und rettet sogar eine Stadt vor einem wilden
Bären.