Basierend auf dem
gleichnamigen erfolgreichen Roman von James Clavell entstand in den frühen
1980er Jahren die Filmreihe „Shogun“, die sich auf fünf Filme von jeweils
90 bis 110 Minuten Länge erstreckt und erstmals ab dem 15. September 1980
auf NBC zu sehen war. Nach Deutschland kam die US-amerikanische Produktion
erstmals im Jahr 1982, wobei das ZDF die Ausstrahlung übernahm. Im
Folgenden wurde „Shogun“ mehrere Male wiederholte, wobei sich auch das
Format änderte. 1986 und 1990 zeigte das ZDF die Serie als Siebenteiler
mit Episoden von jeweils eine Stunde Länge, im Jahr 1992 war die
Produktion in elf Teile von 45 Minuten zerschnitten auf Sat 1 zu sehen.
Bei den Kritikern stieß „Shogun“ auf gute Resonanz, was vermutlich auch
auf die hervorragenden schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller
Richard Chamberlain, Toshiro Mifune, John Rhys-Davies, Yoko Shimada und
Michael Hordern zurückzuführen ist.
Die Geschichte der
Serie dreht sich um den Navigator John Blackthorne, der Anfang des 17.
Jahrhunderts mit seinem Schiff kentert und sich an die japanische Küste
retten kann. Dort wird er jedoch gefangen genommen und eingesperrt. Mit
der Zeit erwirbt er jedoch das Vertrauen des Fürsten Toranaga und wird
dessen Gefolgsmann. Es beginnt ein verwirrendes Intrigenspiel der
wichtigsten Feudalherren des Landes, die mit allen Mittel versuchen, die
Macht im Staat an sich zu reißen. Nach und nach erkennt Blackthorne die
Zusammenhänge der Vorgänge und muss versuchen, sich in der fremden Welt
zurecht zu finden.
„Shogun“ erzeugt
durch ein ungewöhnliches Stilmittel sehr intensive Stimmungen. So wurden
absichtlich die meisten der japanischen Dialoge nicht ins Englische oder
Deutsche übersetzt, um dem Zuschauer ein Gefühl zu vermitteln, wie sich
Blackthorne unter den Japaner fühlt, bei denen er zunächst kein Wort ihrer
Sprache versteht.