Bereits ab dem Jahr
1992 entstand das japanische Anime „Crayon Shin Chan“, das auf dem Sender
TV-Asahi erfolgreich gesendet wurde, aber erst zehn Jahre später unter dem
Titel „Shin Chan“ nach Deutschland kam, wo zunächst RTL 2 die Ausstrahlung
übernahm. Das Anime gehört in Japan zu den beliebtesten des Genres und
basiert ursprünglich auf einem Mange des Zeichners Yoshito Usui. Aufgrund
des großen Anklangs, den die Produktion beim Publikum fand, entstanden bis
2007 auch 14 Filme zu dem Thema, von denen der erfolgreichste, der im Jahr
2007 erschienene Film „Arashi wo Yobu Utau Ketsu dake Bakudan“ sogar 14,5
Millionen Dollar einzuspielen vermochte. Der Erfolg in Deutschland hält
sich in Grenzen, die Ausstrahlung wurde aber dennoch nicht abgesetzt.
Aktuell läuft die eigenwillig synchronisierte Serie sowohl auf RTL 2, als
auch auf dem Pay-TV-Kanal Jetix, der zu Premiere gehört.
Die Geschichte von
Shin Chan dreht sich um den fünfjährigen Jungen Shinnosuke Nohara, der
einfach Shin Chan genannt wird. Er ist ein aufgewecktes, schlaues und sehr
weit entwickeltes Kind, das aber mit seinen unkonventionellen Ansichten
seine Eltern Hiroshi und Misae oft in den Wahnsinn treibt. Shin Chan weiß
sich einfach nicht zu benehmen, streckt Fremden, die er nicht mag, sein
entblößtes Hinterteil entgegen und macht mit frechen und oft unpassenden
Bemerkungen auf sich aufmerksam. Der Witz der Serie ergibt sich aber
gerade aus seiner frechen Art, mit der er seine Eltern mehr als einmal in
Verlegenheit bringt.
Entsprechend wird die
Serie auch recht kontrovers diskutiert, da besorgte Eltern Bedenken
äußern, zusehende Kinder könnten sich an Shin Chan ein schlechtes Beispiel
nehmen.