Zu den bekanntesten
und auch beliebtesten Figuren aus Deutschlands Krimiserie Nummer Eins –
Tatort – gehört fraglos der fiktive Kriminalhauptkommissar Horst
Schimanski, der in Duisburg im Einsatz ist und vom bekannten Schauspieler
Götz George verkörpert wurde. Schimanski war erstmals in einem Tatort im
Jahr 1981 zu sehen und brachte es auf insgesamt 29 Auftritte in der Serie.
Die schrullige Figur wurde vom Regisseur Hajo Gies, von den
Drehbuchautoren Martin Gies und Bernd Schwamm und von Götz George selbst
entworfen und ist der absolute Charakterkopf unter den Tatort-Kommissaren.
Nach dem 29.
Schimanski-Tatort legte George jedoch eine Pause ein, nach der Schimanski
nicht mehr zu Tatort zurückkehrte – er erhielt aber eine eigene Serie, die
unter dem schlichten Titel „Schimanski“ seit 1997 entsteht und
voraussichtlich auch im Jahr 2008 fortgesetzt wird. Die „Schimanskis“ der
Serie unterscheiden sich in Dramaturgie und Aufmachung von den Tatorts der
1980er Jahre, legen aber genauso viel oder noch mehr Wert auf die
Herausarbeitung des speziellen Charakters der Hauptperson. Geblieben ist
auf jeden Fall Schimanskis unbeugsame Art, sein machohaftes Gehabe und
sein weicher Kern. Außerdem trägt er nach wie vor seine charakteristische
graue M65-Feldjacke und fährt einen überalterten Citroen CX. Der
langjährige Partner des „letzten proletarischen Helden“ Schimanski – sein
Freund und Kollege Thanner – ist jedoch in den späteren Filmen nicht mehr
zu sehen, was von Fans bisweilen heftig beklagt wurde.