Im Jahr 1996 erdachte
der japanische Zeichner Ouji Hiroi die Geschichten „Sakura Wars“, die in
verschiedenen Merchandise-Produkten verarbeitet und zunächst als
Videospiel verlegt wurden. Das Spiel war eine erfolgreiche Mischung aus
Strategiespiel und Adventure und spielte in einer fiktiven Variation
Tokoys in der Zeit um 1920. Eine rasch wachsende Fangemeinde, die den
vielen individuell unterschiedlich angelegten Charakteren des Spiels viel
abgewinnen konnte, führte schließlich dazu, dass die Produzenten auch ein
Anime in Auftrag gaben, dessen vier Episoden als OVA herausgegeben wurden
und auch im Westen mit englischer Synchronisation auf DVD erhältlich sind.
Das Anime stieß auf geteilte Kritik, da vor allem Zuschauer, denen das
Videospiel unbekannt war, bemängelten, die Handlung sei recht konfus und
zum Teil nur schwer verständlich. Videospiel-Kenner sahen hingegen ihre
Phantasiewelt erweitert und ausgeschmückt, was der Serie trotzdem einen
großen Erfolg einbrachte.
Die Geschichte des
Anime spielt in Tokyo im Jahr 1919, als außerirdische Invasoren die Stadt
völlig verwüstet haben. Die Schlacht zwischen Menschen und Aliens ging
letztlich zwar siegreich für die Menschen aus, schwere Verluste waren aber
dennoch zu verzeichnen und es stand zu befürchten, dass die Angreifen
zurückkehren könnten. Die Geschichte setzt ein, als die Menschen neue,
hochmoderne Kampfmaschinen entwickeln: die so genannten „Spirit Armours“.
Diese sind zwar in der Lage, das Kräftegleichgewicht zu Gunsten der
Menschheit zu verschieben, können aber nur von Menschen mit besonderen
mentalen Fähigkeiten gesteuert werden. So beginnt eine langwierige Suche
nach geeigneten Piloten, von der letztlich das Schicksal der ganzen
Menschheit abhängt.