Zu den beliebtesten Fernsehreihen im deutschen Fernsehen
gehören die Verfilmungen der Romane von Rosamunde Pilcher, der bekannten
britischen Autorin, die bis 1965 ihre Werke auch unter dem Pseudonym Jane
Fraser veröffentlichte und bereits seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr als
Schriftstellerin tätig ist. Ihre Bücher drehen sich vornehmlich um Themen
wie Liebe, Freundschaft und verschiedene Irrwege des Schicksals, wobei sie
oft den richtigen Ton zu treffen vermag, um sich eine große Leserschaft
und Fangemeinde zu sichern. Sie wurde 1996 mit dem DIVA-Award und im
darauffolgenden Jahr mit dem Bambi ausgezeichnet und ist durch die
Verfilmungen, die im Auftrag des ZDF entstehen, indirekt für einen kleinen
Tourismus-Boom in Großbritannien verantwortlich. Die Filme legen nämlich
neben der eigentlichen Handlung auch großen Wert auf eine intensive
Darstellung der britischen Landschaft, insbesondere der wundervollen Natur
rund um Cornwall. Tatsächlich fühlen sich durch die Filme nicht wenige
Menschen dazu inspiriert, ihren nächsten Urlaub in England zu buchen und
auch eine große Fangemeinde der Filme rekrutiert sich vornehmlich aus
Naturliebhabern, die die ruhigen Landschaftsaufnahmen genießen.
Mittlerweile entstanden unter Anleitung des ZDF Hauptredaktionsleiters
Claus Beling und vornehmlich nach Drehbüchern der ebenfalls recht
bekannten Autorin Inga Lindström fast 80 Filme, wobei ständig neue
produziert wurden. Bemerkenswert ist dabei, dass der erste Film mit dem
Titel „Die Muschelsucher“ erst 1989 produziert wurde, was eine
Produktionsrate von etwa vier Filmen pro Jahr bedeutet. Erstmals
ausgestrahlt wurden Rosamunde Pilcher-Filme sogar erst 1993, seither
jedoch äußerst regelmäßig. Die meisten bilden eigenständige Geschichten,
es gibt aber auch einige wenige Zweiteiler wie „September“ , „Heimkehr“
und „Das große Erbe“.