Fast jeder kennt das berühmte Kinderbuch „Robbi, Tobbi und das Fliwatüt“,
das der Sylter Autor Boy Lornsen im Jahr 1967 herausbrachte und das
mittlerweile zu den absoluten Klassikern des Genres gehört. Aufgrund der
hohen Qualität des Werkes, das auch in die Auswahlliste des Deutschen
Jugendbuchpreises aufgenommen wurde, wurde bereits fünf Jahre nach seinem
Erscheinen ein aufwändiger Puppenfilm im Auftrag des WDR produziert, der
erstmals im September 1973 auf ARD zu sehen war. Der über eine Zeitraum
von zweieinhalb Jahren gedrehte Film wurde aber nicht am Stück
ausgestrahlt, sondern in vier Teile zerlegt, wodurch die bekannte
Miniserie entstand, die mittlerweile auch auf DVD erhältlich ist. Seit
2007 ist außerdem eine Doppel-DVD-Box auf dem Mark, für die das
Filmmaterial digital überarbeitet wurde und welcher auch eine CD mit der
Filmmusik beiliegt.
Die jeweils zwischen 45 und 60 Minuten langen Episoden zeichneten sich
durch viele technische Besonderheiten aus, zu denen unter anderem eine zu
dieser Zeit bislang ungekannte Bluescreen Technik gehörte, welche die
Kombination von realen Landschaftsaufnahmen und liebevoll gestalteten
Stabpuppen ermöglichte.
Die bekannte Geschichte dreht sich um den Grundschüler Tobias „Tobbi“
Findeisen, der bereits in der dritten Klasse eine fantastische Erfindung
macht, das sogenannte Fliwatüüt. Bei dem kuriosen Apparat handelt es sich
um ein universales Fortbewegungsmittel, das mit Himbeersaft seiner Tante
Paula und später mit Lebertran betrieben werden kann und sich
gleichermaßen zu Land, zu Wasser und in der Luft bewegen kann. Gesteuert
wird das Fliwatüüt nicht von Tobbi selbst, sondern von seinem Freund Robbi,
einem kleinen Roboter aus der dritten Klasse der Roboterschule, der
eigentlich den relativ unaussprechlichen Namen ROB 344-66/IIIa trägt.
Tobbi hingegen übernimmt die Rolle des Kopiloten und so reisen die beiden
in ihrem Fahrzeug durch die Welt.
Gemeinsam erleben sie amüsante und spannende Abenteuer und müssen vor
allem drei Roboterprüfungen bestehen. Zunächst gilt es herauszufinden, wie
viele Stufen der gelb-schwarz-geringelte Leuchtturm hat. Dann müssen sie
erkunden, wer am Nordpol steht und mit „Z“ anfängt (der Nordpolforscher
Zacharias Peter Paul Obenauf, wie sich im Laufe der Geschichte
herausstellt). Schließlich müssen sie noch dem Geheimnis der
sagenumwobenen dreieckigen Burg mit den dreieckigen Türmen – bei der es
sich um „Plumpudding Castle“ in Schottland handelt – auf den Grund gehen.