Im Jahr 1976 entstand in den Vereinigten Staaten die Miniserie „Reich
und Arm“, die auf einem Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Irwin
Shaw basiert und im Original den Titel „Rich Man, Poor Man“ trägt. Die
Serie wurde bereits 1977 erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt und
konnte sich dort schnell im Vorabendprogramm etablieren. Dieser Umstand
ist wohl nicht zuletzt der fantastischen Filmmusik zu verdanken, die vom
bekannten US-amerikanischen Komponisten Alexx North stammt. Außerdem war
„Reich und Arm“ mit Peter Strauss, Susan Blakely, Edward Asner, Dorothy
McGuire, Robert Reed und vor allem Nick Nolte hervorragend besetzt. Für
Nick Nolte war sie außerdem ein wichtiger Schritt in Richtung zu seiner
absoluten Weltbekanntheit.
Die insgesamt 12 Episoden erstrecken sich auf jeweils rund 45 Minuten
und erzählen die Geschichte der beiden Brüder Rudy und Tom Jordache, die
als Immigranten in den Vereinigten Staaten leben. Ihr Vater kam bereits
nach dem ersten Weltkrieg in die USA, die Handlung selbst dreht sich um
den Zeitraum zwischen 1945 und 1965. Gemeinsam betreiben die Jordaches
eine kleine Bäckerei in New Jersey, die das Zentrum der Familiengeschichte
darstellt. Rudy bricht allerdings aus der Familientradition aus und steigt
aus den einfachen Verhältnissen über ein Studium der Rechtswissenschaften
bis zum Senator im US-Senat auf. Ganz anders verhält es sich allerdings
mit dem jüngeren Tom, der zwar ein erfolgreicher Boxer wird, sich dabei
aber immer wieder in kriminelle Machenschaften verwickelt und der Familie
bisweilen großen Kummer bereitet.