Ranma ist echter Kerl: Er ist der begabteste Kämpfer, den
die Kampfkunst-Schule seines Vaters Genma und dessen Freundes Soun Tendo
jemals hervorgebracht hat. Er ist ein echter Macho, gesegnet mit einem
arroganten Selbstbewusstsein. Nichts kann den jungen Mann aus der Ruhe
bringen - abgesehen von kaltem Wasser. Denn einst fiel er, genau wie sein
Vater, in eine verwunschene Quelle, die ihn mit einem Fluch belastete.
Doch während sein Vater das Glück hat, bei Kontakt mit kaltem Wasser in
einen Panda verwandelt zu werden, steht der ach so männliche Ranma
plötzlich als Mädchen da. Nur heißes Wasser kann ihn dann retten, oder
natürlich ein Heiltrank, den Ranma denn auch ständig sucht. Dass ihm
überall Verlobte begegnen, macht die Sache auch nicht leichter. Doch ein
jeder Vertrag sollte durch familiäre Bande bekräftigt werden, ist die
Philosophie von Vater Genma. So kommt es auch, dass vor allem die Tochter
von Soun Tendo, bei dem Ranmas Familie lebt, den Helden immer wieder an
den Rand e eines Nervenzusammenbruchs bringt - wozu ihr oft schon ein Glas
Wasser reicht.
Das japanische Erfolgsanime lief ab 2002 auch im deutschen Fernsehen, die
drei Kinofilme über Ranmas unglückliche Abenteuer sind leider noch nicht
synchronisiert. Die Zeichentrickserie lebt von den Witzen um die
vermeintlich echten und harten Männer der Kampfsportschule. Dort müssen
sie sich in aberwitzigen Wettbewerben wie z.B. Martial-Arts-Eiskunstlauf
beweisen. Vor allem der Macho Ranma gerät durch seinen Fluch von einer
peinlichen Situation in die nächste. Die Fernsehserie ist somit eine
beißende Parodie auf die klassischen asiatischen Kung-Fu-Filme sowie deren
Helden, deren klischeehafte Stereotypen hier der Lächerlichkeit
preisgegeben wird.