Ein Matrosenanzug, ständig eine Pfeife im
verkniffenen Mund, Seemannstätowierungen sowie ständige Prügeleien: Popeye
ist ein echter Kerl, der nur bei seiner angebeteten Olivia Gefühle zeigt.
Doch meistens ist er mit seinem Konkurrenten, dem brutalen Bonzo
beschäftigt. Der bärtige Riese legt es nämlich ganz darauf an, dem armen
Popeye das Leben schwer zu machen. Wenn die beiden alten Haudegen
miteinander sprechen, dann nur mit den Fäusten. Gewinner der Diskussion
ist dann meist der Matrose, der dank seiner Leibspeise und Geheimwaffe
Spinat (aus der stets mitgeführten Konservendose) ungeahnte Kräfte
entwickelt. Das Gemüse muss er, wenn er wieder mal gefesselt in einer von
Bonzos hinterlistigen Fallen fest sitzt, auch schon mal durch die Pfeife
saugen. Doch ein echter Held, und das ist er nicht nur für seinen
Adoptivsohn Popi, wird schließlich mit allem fertig. Abgesehen von den
Launen seiner Olivia natürlich.
Schon 1933 entstanden die ersten Popeye-Zeichentrickfilme, damals noch in
schwarz-weiß und als Vorfilm fürs Kino. Aus mehreren dieser nur gut sieben
Minuten kurzen Sequenzen setzte sich jeweils eine Sendung zusammen, bis
schließlich in den 60er Jahren erstmals nur noch fürs Fernsehen produziert
wurde. Ab 1943 liefen die Abenteuer des Gemüsefans, der wohl mehr Kinder
zum Spinatessen gebracht hat als jeder andere, dann auch in Farbe. Pop
Eyes Erfolg ist so groß, dass es in Zwischenzeit bereits zwei Ableger der
Geschichte gibt, mehrere Einzelproduktionen und sogar ein Musical, in dem
Hollywoodstar Robin Williams damals seine erste Hauptrolle spielte.