Der
freundliche Schnitzer Gepetto findet eines Tages ein besonderes Stück
Holz: Es kann sprechen! Der alte Mann macht sich an die Arbeit und stellt
eine Marionette her, die aussieht wie ein kleiner Junge. Doch dieser
stellt sich schnell als ziemlicher Bengel heraus. Obwohl er eigentlich
lieb, brav und fleißig sein will, um seinem Papa Gepetto eine Freude zu
machen, gerät er nur all zu bald unter den Einfluss des hinterlistigen
Fuchses und des räudigen Straßenkaters. So kommt es, dass er anstatt in
die Schule lieber zu einem fahrenden Marionettentheater geht, dem er sich
dann anschließt. Doch bald merkt er, dass er nur ausgenützt wird, und
macht sich mit seiner treuen Begleiterin, der stets plappernden Ente Gina,
auf die Suche nach dem verzweifelten Gepetto. Doch bis er seinen armen
Vater wieder findet, stehen dem hölzernen Jungen noch etliche Abenteuer
bevor. Und es ist nicht gerade leicht, sich bis nach Hause durch zu lügen,
wenn bei jedem unwahren Wort die Nase wächst...
Diese detailreich gezeichnete Kindersendung ist die Umsetzung des
berühmten Pinocchio-Themas fürs Fernsehen. Obwohl die Geschichte heute
bereits über 120 Jahre auf dem Buckel hat, 8 Verfilmungen erlebte und auch
diese Zeichentrickserie von 1977 stammt, hat Pinocchio nichts von seinem
Charme eingebüßt. Der Hintergrund zeigt deutlich, wie schwer es für ein
noch naives Kind ist, sich zwischen Richtig und Falsch zu entscheiden, und
wie leicht es ist, durch schlechte Einflüsterungen auf den falschen Weg zu
kommen. Doch auch ohne sich tiefere Gedanken über die Botschaft der
Sendung zu machen, kann man die wunderschöne Geschichte einfach genießen -
und sich natürlich an Pinocchios erschrockenem Gesichtsausdruck nach dem
Lügen erfreuen.