Schwarzer,
eleganter Anzug, Regenschirm und eine weiße Nelke im Knopfloch sind die
wichtigsten Erkennungszeichen des charmanten Pan (tschechisch für Herr)
Tau (Otto Simánek). Nicht zu vergessen ist natürlich seine Melone, die ihm
nicht nur Kleidungsstück, sondern auch wichtigstes Werkzeug ist: Mit ihr
kann der stets lächelnde Mann nämlich zaubern. Nur ein paar rasche,
magische Handbewegungen am Hutrand, und schon zaubert er die
abenteuerlichsten Dinge herbei. Kinder sind schlichtweg begeistert von
ihm, aber ihre Eltern wollen ihnen die Geschichte vom Herrn Tau einfach
nicht glauben. Kein Wunder, denn genau so mühelos wie der Magier den
Kindern eine Freude macht, verwandelt er sich selbst in eine Puppe, die
von den Erwachsenen unbemerkt im Kinderzimmer liegt. Auch sonst legt er
nicht viel Wert auf ernste Gespräche oder viele Worte. Kein Wort kommt ihm
über die Lippen, nur pantomimisch unterhält er sich mit den begeisterten
Kindern.
In den Jahren 1969 bis 1978 entstand die Kinderserie in einer Koproduktion
des WDR mit dem tschechoslowakischen Fernsehen. Sie thematisiert den
kindlichen Wunsch eines unsichtbaren Freundes und Beschützers, der nur für
sie da ist und sich der tristen Welt der Erwachsenen entzieht. Das
erfolgreiche Konzept wurde 1988 noch einmal für einen Kinofilm wieder
entdeckt.