Zu den beliebtesten
und weltweit bekanntesten Figuren aus Kindergeschichten gehören die Mumins,
jene rund 50 Zentimeter großen, weißen, nilpferdartigen Trolle, die die
finnlandschwedische Schriftstellerin Tove Jansson erfand und die in
zahlreichen Comics und Fernsehproduktionen verarbeitet wurden.
Ursprünglich entstanden zwischen 1945 und 1970 neun Bücher über die Mumins,
die später zur Produktion von vier Anime-Serien führten. Die ersten beiden
entstanden bereits 1969 und 1972 und erstrecken sich auf 65
beziehungsweise 52 Episoden. Zwischen 1990 und 1992 wurden dann nochmals
zwei Serien produziert, die über weitere 78 beziehungsweise 26 Folgen
verfügen. Außerdem gibt es eine Verfilmung der bekannten Augsburger
Puppenkiste sowie eine Puppenanimations-Produktion aus Polen, die in den
1980er Jahren entstand und in der sämtliche Figuren für die deutsche
Ausgabe von Hans Clarin synchronisiert wurden, der auch dem Pumuckl seine
Stimmer lieh. Die große Popularität der Mumins führte außerdem zur
Herstellung verschiedener Merchandise-Produkte und in Finnland entstand
ein eigener Mumin-Freizeitpark.
Die Geschichte der
Mumins spielt im fiktiven Mumintal, das irgendwo in Finnland liegt und von
Mumins und anderen Trollen wie den Snorks bewohnt wird. Die Mumins selbst
haben zu ihrem nilpferdähnlichen Äußeren einen buschigen Schwanz, ein
kurzes Fell und sind hervorragende Schwimmer und Taucher. Hauptsächlich
dreht sich die Geschichte um den kleinen Mumin, der mit Muminpapa und
Muminmama und seinen Freunden und Bekannten das Mumintal zum Leben
erweckt. Das Zusammentreffen verschiedener Geschöpfe, das nicht immer nur
freundschaftlich abläuft, aber am Ende doch stets gut ausgeht, stellt
einen besonderen Reiz der Geschichten dar und ist äußerst phantasievoll.