Ungewöhnlicher Weise
nicht auf einem Manga, sondern auf einem Videospiel von Tecmo basiert die
japanische Anime-Serie „Monster Rancher“, die im Original den Titel
„Monster Farm“ trägt und im Jahr 1999 in den Studios von TMS Entertainment
in einer Gemeinschaftsarbeit von Kazuhiko Yaguchi, Naotsugu Kato und
Tetsuya Watanabe produziert wurde. Die insgesamt 73 Episoden, die dem
Genre Shonen zuzuordnen sind und Anleihen an Abenteuergeschichten,
Komödien und Fantasy-Sagas nehmen, wurden erstmals zwischen 1999 und 2000
auf TBS ausgestrahlt und waren in Deutschland zwischen Januar und November
2001 auf RTL 2 zu sehen. Die jeweils rund 25 Minuten langen Folgen wurden
auch ins Französische, Italienische, Arabische und auch auf Tagalog
übersetzt, also in die auf den Philippinen am stärksten verbreitete
Sprache.
Das Anime handelt von
einem zehnjährigen Grundschüler namens Genki Sakura, der sich intensiv mit
den Videospielen der Monster Rancher beschäftigt, bis er schließlich von
der realen Welt in die Welt des Spiels gezogen wird, wo er gemeinsam mit
seinen Freunden gegen das zerstörerische und äußerst gefährliche Monster
Moo kämpft. Das Universum der Monster Rancher ist dabei eine hoch
technisierte Zivilisation, die vor allem im Bereich der Gentechnologie der
realen Welt um Längen voraus sind. Allerdings wurden genmanipulierte
Tiere, deren Erbinformation auf „Disks“ gespeichert und jederzeit
abgerufen werden kann, als biologische Waffen eingesetzt, wodurch die
Zivilisation zu Grunde ging. Jahrhunderte später werden die Disks wieder
entdeckt und neue monströse veränderte Tiere geschaffen, die nun von den
Monsterzüchtern in Wettkämpfen und grausamen Kämpfen gegeneinander
eingesetzt werden.