Zu den bekanntesten
und beliebtesten bayerischen Fernsehserien, die auch außerhalb Bayerns
großen Anklang beim Publikum fanden, gehört die mittlerweile mehr als 25
Jahre alte Serienproduktion „Monaco Franze – Der ewige Stenz“, die oft
einfach als „Monaco Franze“ gehandelt wird. Die Produktion umfasst
insgesamt nur zehn Episoden, die sich jeweils auf etwa 45 Minuten
erstrecken und wurde erstmals im März 1983 von der ARD ausgestrahlt. Die
amüsanten Folgen wurden aber unzählige Male wiederholt und gehören zu den
absoluten Klassikern der deutschen Fernsehlandschaft.
„Monaco Franze“
basiert auf einem qualitativ ausgesprochen hochwertigen Drehbuch, das der
bekannte Regisseur Helmut Dietl gemeinsam mit dem Münchner Schriftsteller
Patrick Süßkind, von dem auch der Weltbestseller „Das Parfüm“ stammt,
verfasste. Die Serie war der absolute Durchbruch für den 1997 verstorbenen
Heimatschauspieler Helmut Fischer bedeutete. An seiner Seite spielten Turh
Maria Kubitschek, Karl Obermayr, Christine Kaufmann, Erni Singerl und
Gisela Schneeberg. Außerdem hatten zahlreiche Prominente Gastauftritte in
der Serie, so etwa Gerhard Polt, Gustl Bayrhammer, Ruth Drexel und
Michaela May.
Die Geschichte dreht
sich um den Münchner Kriminalkommissar Franz Münchinger, der nach der
italienischen Bezeichnung für München und aufgrund seiner Eigenschaft als
ausgesprochener Lebemann den Spitznamen „Monaco Franze“ trägt. Er lebt
gemeinsam mit seiner Frau Annette von Soettingen im Münchner Stadtteil
Schwabing und ist mit ihr – trotz seines ausgeprägten Interesses a
weiblichen Geschlecht – sehr glücklich verheiratet. So unterhält er
zahlreiche lose Bekanntschaften zu verschiedenen Frauen, die ihm nicht
selten sein Freund und Kollege, der Kommissar Manfred „Manni“ Kopfeck,
vermittelt. Obwohl seine Frau bestens über sein Treiben informiert ist,
versuchen Münchinger und Kopfeck immer wieder, seine Affären in amüsanter
Weise vor ihr zu verbergen. Der Charme der Serie rekrutiert sich
vornehmlich aus den netten Verschleierungsversuchen und dem brillant
inszenierten Zusammenspiel der Hauptdarsteller.
Zu Ehren Helmut
Fischers befindet sich an der Münchner Freiheit auch ein Denkmal, das ihn
auf einem Stuhl unter einem Baum sitzend in seiner Rolle als Monaco
Franze abbildet.