Zu den bekanntesten
und am weitesten verbreiteten Kinder- und Jugendromanen des
deutschsprachigen Raums gehört das 1973 erschienene Buch „Momo“ des
ebenfalls sehr bekannten Autors Michael Ende, der auch die „Unendliche
Geschichte“ schuf sowie die Geschichten von „Jim Knopf und Lukas dem
Lokomotivführer“. Die fantastische Erzählung, die eigentlich den Titel „MOMO
oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den
Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“ und wurde in Hörspielen
verarbeitet und mehrfach filmisch umgesetzt. Unter anderem entstand im
Jahr 2001 auch eine Zeichentrickserie, die in einer deutsch-italienischen
Gemeinschaftsarbeit produziert wurde und unter dem schlichten Titel „Momo“
erstmals im November 2003 auf KiKa zu sehen war. Die Serie erstreckt sich
über 26 Episoden und ist inzwischen auch als Sammelbox mit sechs DVDs im
Handel erhältlich.
„Momo“ spielt in
einer fiktiven Phantasiewelt, der der unsrigen jedoch recht ähnlich ist.
Die Gesellschaft in dieser Welt wird dominiert von den sogenannten grauen
Herren, die alle Menschen dazu anhalten, möglichst viel Zeit zu sparen und
effizient zu handeln und zu denken. Mehr und mehr verlernen die Menschen
jedoch, im Hier und Jetzt zu leben und da sich Zeit nicht sparen lässt wie
etwa Geld, werden die Tage und Wochen immer kürzer und kürzer.
Glücklicherweise hält aber der weise Meister Hora, der Verwalter der Zeit,
die Erde an, die Welt kommt zum Stillstand und seine Schildkröte
Kassiopeia versucht gemeinsam mit dem kleinen Mädchen Momo, die Welt zu
retten. Momo erhält dabei eine „Stundenblume“, die ihre genau eine Stunde
Zeit schenkt.