Fast jeder kennt die
mittlerweile mehr als 50 Jahre alte Figur des „Marsupilami“, jenes gelben
getigerten Fabelwesens mit dem langen Schwanz, das der stilprägende
belgische Comiczeichner André Franquin 1952 erdachte und seit dem in
unzähligen Comics auftreten ließ. Die Figur erfreut sich seit jeher großer
Beliebtheit bei Jung und Alt und wurde auch in zwei Zeichentrickserien
verarbeitet. Die erste Serie wurde 1993 von Disney produziert, sechs Jahre
später folgte eine französische Zeichentrickreihe, die unter dem Namen „Marsupilami:
Die neuen Abenteuer“ erschien.
Das Marsupilami ist
ein Fantasietier, das in den weiten Dschungeln Palumbiens in Südamerika
lebt und dort verschiedene Abenteuer bestehen muss. Obwohl sein Name von
der zoologischen Gruppe der Beuteltiere (Marsupialia) entliehen ist,
handelt es sich bei ihm nicht um ein Beuteltier. Vielmehr legt das etwa
ein Meter große Tier mit dem bis zu acht Meter langen Schwanz
birnenförmige Eier, aus denen seine Jungen schlüpfen. Obwohl die meisten
Marsupilamis über ein gelbes Fell mit schwarzen Punkten verfügen, werden
in der Geschichte auch vereinzelt schwarze Exemplare beobachtet. Allen
Marsupilamis gemein ist aber, dass sie außerordentlich schwer zu fangen
sind und über sagenhafte Kräfte verfügen und beispielsweise mehrere
hundert Meter tief tauchen können. Ihre Lieblingsspeise sind Piranhas,
aber auch Ameisen, Flöhe, Fische aller Art und Früchte stehen auf ihrem
Speiseplan. Neben relativ primitiven Unterhaltungen („Huba Huba!“) können
Marsupilamis auch Gespräche führen, in denen sie echte Worte – ähnlich
einem Papagei – nachsprechen und so ganze Sätze bilden.
Die berühmte Figur
des Marsupilami findet sich mittlerweile auf allerhand
Merchandise-Produkten und taucht auch in Comics anderer Zeichner auf, so
etwa auf einem Jahrmarkt im Asterix-Band „Der Kampf der Häuptlinge“, wo es
auf einem Plakat als „Fabeltier vom Mars“ angepriesen wird.