Zu den erfolgreichsten und bekanntesten Comics aller Zeiten gehört die
Reihe „Lucky Luke“ des belgischen Zeichners Morris, die auf mehr als 30
Millionen verkaufte Alben blickt und damit nach „Asterix“ die
erfolgreichste Comic-Serie Deutschlands ist. Die meisten der Comics
entstanden dabei in Zusammenarbeit mit dem Asterix-Texter Rene Goscinny,
der von 1955 bis zu seinem Tod 1977 an Lucky Luke maßgeblich mitarbeitete.
Nach dem großen Anklang, den die Geschichten rund um den genialen Cowboy,
der „schneller zieht als sein Schatten“, fanden, entstanden auch mehrere
Verfilmungen, unter anderem auch ein Realfilm mit dem bekannten
Schauspieler Terence Hill. In den Jahre 1983 und 2001 entstanden aber auch
zwei äußerst erfolgreiche Zeichentrickserien, die sich auf jeweils 52
Episoden erstrecken und unter den Titeln „Lucky Luke“ und „Lucky Luke –
die neuen Abenteuer“ erschienen. Die erste Serie ist seit 2005 komplett
auf DVD erschienen und als Sammelbox erhältlich.
Wie die Vorlage drehen sich die Serien um den tapferen und gewitzten
Cowboy Lucky Luke, der gemeinsam mit seinem treuen Pferd „Jolly Jumper“
durch den Wilden Westen zieht und dort für Recht und Ordnung sorgt. Er hat
es dabei nicht nur mit einfältigen Siedlern, verfeindeten Clans, diversen
Indianerstämmen und aufgebrachten Dampfschiffern zu tun, sondern vor allem
immer wieder mit den vier dummdreisten Dalton-Brüdern, die als leicht
unterbelichtete Banditen stets ein Ding nach dem anderen drehen möchten.
Die Geschehnisse werden dabei meist von den Gedanken Jolly Jumpers in
humoristischer und auch zickiger Weise kommentiert, was einen besonderen
Reiz der Geschichten ausmacht.