Liebling Kreuzberg ist eine 58-teilige deutsche
Fernsehserie, die in fünf Staffeln von 1986 bis 1998 erstausgestrahlt
wurde. Jurek Becker erfand die Serie und schrieb die Drehbücher aller
Staffeln, bis auf die vierte, die aus der Feder von Ulrich Plenzdorf
stammte. Regie führten Heinz Schirk (1. Staffel), Werner Masten (2. - 4.
Staffel) sowie Vera Loebner (5. Staffel).
Die Hauptfigur des Robert Liebling, der als Rechtsanwalt eine Kanzlei in
Berlin-Kreuzberg unterhält, wird von Manfred Krug verkörpert. Liebling,
der prinzipiell nur Fälle annimmt, die ihn interessieren, ist ein
untypischer Anwalt mit einer Vorliebe für Götterspeise und Zigarren. Er
trägt zu seinen Anzügen bunte Krawatten und ist meist mit dem Fahrrad oder
Mofa unterwegs. Seine Tage verbringt er am liebsten mit Spaziergängen an
der Spree oder Schläfchen im Büro, weswegen er angefallene Arbeiten gern
auf seinen Sozius Giselmund Arnold (dargestellt von Michael Kausch)
abwälzt, der sich stets nur G. Arnold nennt, da ihm sein Vorname peinlich
ist. Die Sekretärinnen Paula (Corinna Genest) und Senta (Anja Franke)
stehen den Beiden hilfreich zur Seite.
Robert Liebling, geschieden und Vater einer eigenwilligen, chronisch
geldknappen Tochter (Roswitha Schreiner), wechselt in schönster
Regelmäßigkeit die Frauen. Eine längere Beziehung unterhält er nur mit der
Staatsanwältin Rosemarie Monk (gespielt von Diana Körner).
Die Serie gilt als Zeitdokument des geteilten und wiedervereinigten
Berlins und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den
Adolf-Grimme-Preis (1987 in Gold, sowie 1988 und 1995 in Silber).