In der langen Geschichte der Filmwelt gibt es wohl kaum ein Fernseh-Duo,
das derart bekannt, beliebt und über eine so lange Zeit erfolgreich war
wie die beiden US-amerikanischen Komiker Oliver Hardy und Stan Laurel, die
schlicht als „Laurel und Hardy“ gehandelt wurden und in deutschsprachigen
Ländern auch als „Dick und Doof“ bekannt sind. Gemeinsam drehten die
beiden zwischen 1926 und 1951 sage und schreibe 106 Filme, davon 79
Kurzfilme und 27 ganze Spielfilme. Hardys Part beschränkte sich dabei
vornehmlich auf den schauspielerischen Bereich, wohingegen Laurel auch als
ausgesprochen kreativer Kopf bekannt war, der viele der ulkigen Szenen
erdachte. Ohne namentlich dafür erwähnt werden zu wollen war er außerdem
bei den meisten Filmen maßgeblich an der Regie und auch dem Schnitt
beteiligt, weshalb ihm vielleicht der größte Teil des Erfolges von „Dick
und Doof“ geschuldet ist.
Mittlerweile sind fast alle der Stummfilme und vertonten Komödien des
Duos auf DVDs erschienen, die größtenteils auch in Deutschland auf dem
Markt sind. Damit setzt sich eine Tradition fort, nach der die vielen
Komödien mit den beiden Männern im Anzug und ihren unverwechselbaren Hüten
sich in Deutschland schon immer einer großen Beliebtheit erfreuten, die
lediglich zwischenzeitlich durch ein Importverbot der Nationalsozialisten
ausgebremst wurde.
In jedem der Filme treten die beiden als seltsames Paar auf, das
allerlei witzige Abenteuer erlebt, die eine Menge Slapstick und andere
Gags enthalten. Die erfolgreiche Zusammenarbeit endete erst mit dem Tod
des Darstellers Oliver Hardy, der die Auszeichnung von Stan Laurel, der
1961 einen Ehren-Oscar erhielt, leider nicht mehr miterleben konnte.