Das vielleicht bekannteste Tier in der Filmgeschichte ist die Hündin
Lassie, jener berühmte Rough Collie, den der britisch-US-amerikanische
Schriftsteller Eric Knight bereits 1938 erfand und der erstmals in der
Kurzgeschichte „Lassie Come Home“ auftrat, die in der Saturday Evening
Post erschien. Bereits fünf Jahre später wurde „Lassie“ zum ersten Mal
filmisch umgesetzt, woraufhin ein beispielloser Hype um die sympathische
Hündin entstand, der zur Produktion von insgesamt zehn Kinofilmen, einem
Fernsehfilm und vier Fernsehserien führte. Die meisten der Filme
entstanden dabei in den 1940er und 1950er Jahren, 2005 kam aber wieder ein
Film namens „Lassie“ in die Kinos. Bereits 1943 entstand die erste
Fernsehserie, in der „Lassie“ als Zeichentrickfigur umgesetzt wurde, 1958
erschien dann die Realserie „Lassie“, die auch als „Jeff’s Collie“ oder
„Timmy and Lassie“ ausgestrahlt wurde. Die neueste Fernsehserie stammt aus
dem Jahr 1997, aber auch 1978 und 1989 kamen verschiedene
Lassie-Produktionen ins Fernsehen.
„Lassie“ brachte es innerhalb weniger Jahre zu absolutem Weltruhm und
gehört zu den beliebtesten Figuren Hollywoods und der Fernsehlandschaft
überhaupt. Neben den beiden anderen bekannten Filmhunden Rin Tin Tin und
Strongheart ist Lassie auch der einzige Filmhund, dem ein Stern auf dem
berühmten Hollywood Walk of Fame gewidmet ist.
Die einzelnen Lassie-Umsetzungen unterscheiden sich in ihrer Thematik
und Handlung und auch die Personen, die in den Geschichten vorkommen, sind
nicht immer die selben. Immer tritt jedoch die überaus intelligente,
charmante, mutige und treue Hündin Lassie auf, die nicht selten Menschen
in Not hilft oder sogar Leben rettet. Meistens hat sie ein nettes Herrchen
im Kindesalter, streckenweise kam beispielsweise die Serienproduktion von
1958 aber auch mit einer herrenlosen Lassie gut zurecht, die dann auf
eigene Faust spannende Abenteuer erleben konnte.