In einer Gemeinschaftsarbeit italienischer und britischer
Filmproduzenten entstand im Jahr 1977 der monumentale Fernsehvierteiler
„Jesus von Nazareth“ (im Original „Jesus of Nazareth“), der in Marokko und
Tunesien gedreht wurde und mit einer Gesamtlänge von 370 Minuten einer der
längsten Bibelfilme aller Zeiten ist. Die Serie wurde mehrfach
ausgezeichnet und war auch für zwei Emmys und fünf BAFTA-Awards nominiert.
Nach einem Drehbuch von Anthony Burgess, Suso Cecchi D’Amico und Franco
Zeffirelli entstanden unter der Regie Zeffirellis drei 90-minütige und ein
105-minütiger Film, die mit Schauspielgrößen wie Robert Powell, Anne
Bancroft, Claudia Cardinale, James Mason, Peter Ustinov, Anthony Quinn,
Ernest Borgnine, Laurence Olivier und Rod Steiger ausgesprochen hochwertig
besetzt waren. Bemerkenswert dabei ist, das insgesamt sechs
Oscarpreisträger und sechs weitere Oscar-Nominierte in „Jesus von
Nazareth“ mitwirkten, was zusammen mit der aufwändigen Produktion für die
große Qualität des Filmes spricht.
Die vier Episoden befassen sich mit der Lebensgeschichte des biblischen
Jesus und bleiben dabei möglichst nah an der Vorlage des neuen Testaments,
um ein unverzerrtes Bild Jesu zu zeichnen. Die einzelnen Filme
beschäftigen sich dabei mit verschiedenen Lebensabschnitten und tragen die
Titel „Geburt und Jugend“, „Wunder und Zeichen“, „Einzug in Jerusalem“
sowie „Tod und Auferstehung“.
Eine kleine Kuriosität im Zusammenhang mit „Jesus von Nazareth“ ist,
dass die Kulissen der Bibelverfilmung nachträglich von der britischen
Humoristentruppe „Monty Python“ verwendet wurden, um die Bibelsatire „Das
Leben des Brian“ zu drehen.