Basierend auf dem sehr bekannten und erfolgreichen Mange „Inu Yasha“ der
japanischen Zeichnerin Rumiko Takahashi entstand im etablierten Studio
Sunrise zwischen dem Jahr 2000 und 2004 die gleichnamige
Anime-Fernsehserie, die sich sehr nah an der Originalvorlage orientiert
und sich ebenfalls mit verschiedensten Wesen und Geschöpfen der
japanischen Mythologie befasst. Insgesamt wurden 167 Episoden produziert,
die weit über die japanischen Grenzen hinaus Anklang beim Publikum fanden
und auch in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Lateinamerika, Frankreich,
Italien, Spanien und auch im russischen und arabischen Raum zu sehen
waren. In Deutschland wurden die ersten 52 Folgen von MTV2 POP gesendet,
Episode 53 bis 104 waren bis März 2006 auf RTL 2 in teilweise
geschnittener Form zu sehen. Außerdem ist die Serie auf dem deutschen
Markt als DVD-Veröffentlichung erhältlich, die sich vor alle durch ihre
hervorragend übersetzten Untertitel auszeichnet, die extra in
Zusammenarbeit mit dem Inu Yasha-Fan Projekt erstellt wurden.
Inhaltlich wird das Manga durch das Anime recht originalgetreu
umgesetzt, lediglich die Figuren wurden in ihrem Aussehen leicht
modifiziert. Die aufwändigen Hintergrundbilder entstanden teilweise erst
nach aufwändigen Recherchen über das japanische Mittelalter und so macht
das Anime insgesamt einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck.
Die Geschichte spielt im Japan der Sengoku-Zeit, also zwischen dem 15.
und dem 16. Jahrhundert, bewegen sich aber in einer sehr mystischen Welt.
Viele der auftretenden Figuren sind keine Menschen, sondern Fabelwesen aus
der japanischen Mythologie, vornehmlich sogenannte Yokai, also
übernatürlichen Wesen, die menschenähnliche Gestalt annehmen können und
Oni, die etwas an Oger erinnern aber auch abgrundtief böse Dämonen sein
können. Die Hauptfigur Inu Yasha und einige andere Hauptcharaktere sind an
die sogenannten Inugami angelehnt, also an Fabelwesen mit hundeähnlichen
Gesichtern. Die Handlung dreht sich meist um den Kampf der Protagonisten
mit den Mächten des Bösen und vornehmlich dem Dämon Naraku. Außerdem ist
die Dreiecksbeziehung zwischen Inu Yasha, Kagome und Kikyo ständiges
Thema, das sich als roter Faden durch die Episoden zieht.