Eine sehr erfolgreiche Fantasy-Action-Produktion stellt die
US-amerikanische Fernsehserie „Hercules“ dar, die im Original den Titel „Hercules:
The Legendary Journeys“ trägt und zwischen 1995 und 1999 von Sam Raimi und
Robert Tapert in den Renaussance Pictures Studios für MCA/Universal in
Neuseeland produziert wurde. Insgesamt entstanden 111 Episoden von jeweils
rund 45 Minuten Länge, die sich lose an der Vorlage der griechischen
Mythologie orientieren. Die Serie mit Kevin Sorbo, Michael Hurst und Kevin
Smith in den Hauptrollen wurde ab Januar 1995 in den Vereinigten Staaten
gezeigt und in Deutschland ab Dezember 1995 von RTL ausgestrahlt. Außerdem
ist die erste Staffel auf DVD erhältlich.
Die Handlung dreht sich um den griechischen Helden Hercules, der als
Sohn des Göttervaters Zeus in einer Fanatsy-Variation des altern
Griechenlandes lebt. Gemeinsam mit seinem besten Freund Iolaus erlebt er
viele Abenteuer, wenn die beiden auf scheinbar unlösbare Konflikte und
große Ungerechtigkeiten stoßen. Hercules zeichnet sich auf der Suche nach
Lösungen dabei nicht nur durch seine gewaltige Körperkraft aus, sondern
auch durch seine Geduld und sein bedachtes Vorgehen. Ärgste Widersacherin
der beiden ist Hercules‘ Stiefmutter Hera, die eifersüchtig auf ihren
Stiefsohn ist, aber auch der Kriegsgott Ares macht Hercules und Iolaus
oftmals schwer zu schaffen. Im Verlauf der Handlung trifft Herkules auch
auf die Kriegerprinzessin Xena, in die er sich verliebt und deren
Abenteuer in einer eigenen Fernsehserie behandelt werden.
Bezeichnend für die Serie ist der ironische Humor und die vielen
Trash-Elemente, die der Produktion die Ernsthaftigkeit nehmen und sie
äußerst unterhaltsam gestalten. So sind die auftretenden Personen zum Teil
ausgesprochen unpassend gekleidet, spielen teilweise absichtlich
überengagiert und auch Kuriositäten wie ein Hercules mit E-Gitarre gehören
zum Spektrum der Serie.