Aus der Feder des bekannten japanischen Zeichners Aida Yu stammt der
aufgrund seiner exzessiven Gewaltdarstellungen nicht unumstrittene
Seine-Manga „Gunslinger Girl“, der im Original den Titel „gansuringa garu“
trägt und ungewöhnlicher Weise nicht in Japan, sondern in Italien spielt.
Zwischen 2003 und 2004 wurde das Manga auch als Anime umgesetzt und so
entstanden 13 rund 25-minütige Episoden, die in einer Gemeinschaftsarbeit
von Madhouse, Bandai Visual, Marvelous Entertainment und Fuji Television
produziert wurden und erstmals 2004 in Japan zu sehen war. In Deutschland
erschien eine synchronisierte Fassung auf vier DVDs, die von Egmont
herausgegeben wurden. Geplant ist außerdem eine zweite Staffel von „Gunslinger
Girls“, die im Frühjahr 2008 erscheinen soll.
Die Geschichte handelt von der sogenannten „Staatlichen Gesellschaft für
soziale Wohlfahrt“, die vorgibt, sich um unheilbar kranke junge Mädchen zu
kümmern, in Wahrheit aber eine Geheimorganisation der Regierung darstellt,
die sich der Terrorbekämpfung verschrieben hat. Die Mädchen werden mit
Medikamenten konditioniert und mit verschiedenen Implantaten zu Cyborgs
umgewandelt werden. Jedem der Mädchen, die zu perfekten Tötungsmaschinen
werden, wird ein persönlicher Betreuer zugewiesen, dem die Mädchen jeweils
treu ergeben sind. Bei vermeintlicher Gefahr reagieren die Cyborgs jedoch
schnell zu heftig und so gibt es oft Probleme und allerhand Aufregung.