Eine der schönsten Verfilmungen eines Astrid Lindgren-Romans stellen die
beiden nacheinander erschienenen Fernsehserien „Ferien auf der
Kräheninsel“ und „Ferien auf Saltkrokan“ dar, die auf dem 1964
herausgegebenen Roman „Ferien auf Saltkrokan“ der vielleicht bekanntesten
Kinderbuchautorin der Weltbasieren. Die Serie setzt den Charme des Romans
in bezaubernder Weise um und ist auch aufgrund der überwältigenden
Landschaftsaufnahmen und dem vermittelten einmaligen Urlaubsgefühl bei
Jung und Alt noch immer sehr beliebt.
Die Geschichte handelt von der Familie Melcherson, die ihren
Sommerurlaub in einem gemieteten Ferienhäuschen im Schärengebiet vor
Stockholm verbringt. Der etwas unpraktische und zerstreute, aber sehr
liebenswerte und bemühte verwitwete Familienvater Melcher Melcherson
bezieht gemeinsam mit seiner hübschen 19-jährigen Tochter Malin, den 13
und 12 Jahre alten Söhnen Johann und Niklas und dem jüngsten Sohn, dem
siebenjährigen Pelle, das als „Schreinerhaus“ ausgeschriebene Ferienhaus,
das sich schließlich als regelrechte Bruchbude mit großem
Renovierungsbedarf entpuppt. Gemeinsame Ausbesserungen sind aber dem
Feriengefühl nicht abträglich und so gewinnt die Familie das Haus mit der
Zeit so lieb, dass sie es schließlich kauft.
Außerdem lernen sie nach und nach die anderen Inselbewohner kennen,
sodass jedes der Kinder schließlich einen gleichaltrigen Freund hat, mit
dem natürlich viele Abenteuer erlebt werden können. Herausragend ist dabei
das unverwüstliche sechsjährige Nachbarsmädchen Tjorven, das mit seinem
riesigen Bernhardiner Bootsmann und der kleinen Stina gemeinsam mit Pelle
über die Insel zieht.
Durch die Serie ziehen sich auch die vereinten Bemühungen, die zur
Ersatzmutter gewordene Malin mit allen Kräften am Heiraten zu hindern, um
sie als Familienmitglied nicht zu verlieren.