John Cleeye, das berühmte Mitglied der unvergleichlichen britischen
Comedy-Truppe Monty Python, schuf gemeinsam mit seiner damaligen Frau
Connie Booth Mitte der 70er Jahre die Comedyserie „Fawlty Towers“, die in
humoristischer Weise das Leben eines Hotelbesitzers darstellt. Zwischen
1975 und 1979 entstanden zwei Staffeln mit jeweils sechs Folgen, die von
den Regisseuren John Howard Davies und Bob Spiers aufgenommen wurden. Die
30-minütigen Episoden wurden auf BBC Two gezeigt und in Deutschland
erstmals 1978 im WDR ausgestrahlt, wobei beide Staffel komplett erst 1990
auf RTL zu sehen waren. Obwohl insgesamt lediglich zwölf Episoden
existieren, erfreut sich die Serie noch immer einer großen Beliebtheit bei
den Fans und gilt unter Liebhabern als absoluter Geheimtipp des britischen
Humors.
Die Geschichte von „Fawlty Towers“ dreht sich um den schrulligen
Hotelbesitzer Basil Fawlty, gespielt von John Cleese und seine Frau Sybill,
in deren Rolle Prunella Scales zu sehen ist. Fawlty ist ausgesprochen
cholerisch und mit seinen Aufgaben als Hotelchef bisweilen maßlos
überfordert, was für einige Verwirrung und jede Menge Gags sorgt. Zentrale
Rollen spielen außerdem die beiden Angestellten Manuel, der als spanischer
Kellner kaum ein Wort Englisch versteht und dem Zimmermädchen Polly
(gespielt von Cleeses Frau Connie Booth), das durch ihr beherztes
Eingreifen mehr als nur einmal das Hotel vor dem Ruin bewahrt.
„Fawlty Towers“ beruht dabei zumindest teilweise auf einer wahren
Begebenheit, denn tatsächlich war John Cleese gemeinsam mit seiner Frau
und der gesamten Monty Python-Gruppe Gast im Hotel von Donald Sinclair,
der sich als ebenso verschroben, eigenwillig und unfähig erwies wie der
fiktive Basil Fawlty. Sinclair vertrieb seinerzeit sämtliche Monty
Python-Mitglieder durch seine unvergleichliche Art aus dem Hotel. Nur John
Cleese und seine Frau blieben, um den „garstigsten Hotelier der Welt“
genauer zu studieren (und schließlich parodistisch in einer Fernsehserie
zu verarbeiten).