Peter Griffin nicht gerade ein Mensch, den man
gerne zum Freund hat: Er trinkt, hat keine Manieren, ist egoistisch, fett
und faul. Sicherlich ist Peter Griffin aber ein Mensch, über dessen
Eskapaden man sich vor Lachen gar nicht mehr einkriegen kann. In seiner
naiven Art hetzt er seine Familie von der einen Krise in die nächste. Sein
Sohn Chris kommt ganz nach ihm, während die Tochter Meg, die sich stets
schrecklich für ihre Sippschaft schämt, eher nach ihrer vernünftigen
Mutter Lois kommt, einer Pianistin aus der Oststaaten-Aristokratie. Die
Familie wird abgerundet durch den sprachbegabten Hund Brian. Dieser
verpasst keine Gelegenheit für einen seiner zynischen Kommentare oder für
einen seiner geliebten Drinks. Sein hohes intellektuelles Niveau macht ihn
als einzigen zu einem einigermaßen ebenbürtigen Gesprächspartner, findet
zumindest Stewie, das Baby. Er ist der heimliche Star der Serie, der seine
Familie verachtet und seiner Mutter nach dem Leben trachtet, da er sich
von
ihrem "matriarchalischen Terrorregime" unterdrückt fühlt.
Die wahnwitzigen Abenteuer, die sarkastischen Witze und die unerwarteten
Wendungen machen den Charme dieser Zeichentrickserie aus. Seit 2002 läuft
Family Guy im deutschen Fernsehen, wo sich die Sendung durch die
unterschwellige Kritik am Amerika der ignoranten Vorstädter sowie durch
die deftigen Pointen bereits eine große Fangemeinde erarbeitet hat.