Eine der beliebtesten Familienserien im Vorabendprogramm des ZDF war
lange Jahre die Fernsehproduktion „Ein Heim für Tiere“, die nach einer
Idee des Erstautors Ted Willis im Auftrag des ZDF entstand. Zwischen 1985
und 1992 wurden sieben Staffeln mit 80 Folgen gedreht, die auch auf Ideen
von Inge Dorka, Jochen Wedegärtner, Anita Mally und Alexander Rentsch
basierten. Die unter verschiedenen Regisseuren entstandenen, jeweils rund
45 Minuten langen Episoden wurden auch nach ihrer Erstausstrahlung
wiederholt und waren bis 1999 zu sehen. Der große Erfolg der Serie beruht
dabei nicht nur auf der sorgfältigen Produktion und den guten Drehbüchern,
sondern auch auf hervorragenden schauspielerischen Leistungen der
Hauptdarsteller. Zu sehen sind unter anderem Siegfried Wischnewski, Marion
Kracht, Michael Lesch und Hans Heinz Moser, der auch als „Wachtmeister
Studer“ aus der Fernsehverfilmung „Der Chinese“ bekannt ist.
„Ein Heim für Tiere“ dreht sich um die Tierarztpraxis von Dr. Willi
Bayer, die auf einem Bauernhof in Adelsheim eingerichtet ist, wo der
herzliche Tierarzt gemeinsam mit seiner Tochter Lis und vielen herrenlosen
Haus- und auch Wildtieren lebt. Assistent von Dr. Bayer ist der fesche Dr.
Horst Neuner, der sich im Lauf der Serie in Lisa verliebt und diese
schließlich heiratet. Im Verlauf der Serie entzweien sich die beiden aber
wieder und lassen sich scheiden. Außerdem gibt Dr. Bayer nach einem
Herzinfarkt die Praxis an seinen Bruder Hannes und dessen Arzthelferin
Stefanie Sommer ab. Im Vordergrund der Handlung stehen aber nicht die
privaten Schicksale der Protagonisten, sondern stets die aktuellen Fälle
und die Behandlung der verschiedenen Tiere.