Zwischen 1999 und 2002 entstand in einer Gemeinschaftsarbeit
kanadischer, australischer und neuseeländischer Produzenten die
Fernsehserie „Sir Arthur Conan Doyle’s The Lost World“, die sich an der
gleichnamigen Buchvorlage des weltberühmten Sherlock Holmes-Erfinders
orientiert, ohne Wert auf inhaltliche Exaktheit zu legen. Die Science
Fiction- und Abenteuer-Reihe erstreckt sich auf drei Staffeln mit jeweils
22 Episoden, die sich im Stil einer Prime Time-Serie auf jeweils rund 44
Minuten erstrecken. Die mit Peter McCauley, William Snow, Rachel Blakely
und David Orth recht hochwertig besetzte Produktion wurde erstmals ab
April 1999 auf The WB ausgestrahlt und kam bereits ab November 1999 ins
deutsche Fernsehen, wo sie unter dem Titel „Die verlorene Welt“ zunächst
auf Pro Sieben zu sehen war. Später übernahm Tele 5 die Reihe, die dort in
Wiederholungen läuft.
Die Geschichte von „Die verlorene Welt“ basiert zwar auf dem Roman,
einige Handlungsstränge wurden aber komplett neu erfunden und auch die
beiden weiblichen Hauptrollen wurden der Serie nachträglich hinzugefügt,
um ein zeitgemäßes Konzept parat zu haben. Sie dreht sich um eine
Expeditionsgruppe, die unter Führung von Dr. Challenger zu Beginn des 20.
Jahrhunderts ins Amazonasgebiet aufbricht, um sich auf die Suche nach
Überresten einer vorzeitlichen Welt zu machen. Die Gruppe vermutet
nämlich, dass auf einem Hochplateau noch Dinosaurier überlebt haben. Im
Urwald trifft die Gruppe auf Veronica Layton, die dort geboren und
aufgewachsen ist nach ihren vor elf Jahren verschollenen Eltern sucht, die
als Wissenschaftler ebenfalls auf der Suche nach der „Verlorenen Welt“
war. So verbindet die Serie geschickt zwei große Handlungsstränge, nämlich
die Abenteuer im Urwald und die beständige Suche nach Veronicas Eltern,
nachdem sich Veronica der Gruppe um Dr. Challenger angeschlossen hat.