Nach dem überwältigenden Erfolg der drei Kinofilme, die als Adaption von
Michael Endes bekannten romantischen Bildungsromans „Die unendliche
Geschichte“ von 1979 zwischen 1984 und 1994 entstanden, wurde zwei Jahre
nach dem letzten Film auch eine Fernsehserie mit der gleichen Thematik
produziert. Die Zeichentrickserie, die sich auf insgesamt 26 Episoden
erstreckt, wurde in einer Gemeinschaftsproduktion deutscher, kanadischer
und französischer Produzenten verwirklicht und mehrfach auf verschiedenen
Fernsehsendern ausgestrahlt. Später entstand noch eine vierteilige
kanadische Fernsehproduktion, die sich inhaltlich aber kaum noch am
Original orientierte. Diese war im Jahr 2004 auch in Deutschland zu sehen,
wo RTL 2 die Ausstrahlung übernahm.
Inhaltlich dreht sich die Zeichentrickserie „Die unendliche Geschichte“
genau wie die Vorlage um den Jungen Bastian Baltasar Bux, der sich im
Laden des Buchhändlers Karl Konrad Koreander vor seinen Mitschülern
versteckt. Die beiden kommen ins Gespräch, an dessen Ende Bastian das
mysteriöse Buch „Die unendliche Geschichte“ aus dem Laden stiehlt. Er
beginnt heimlich, darin zu lesen und wird in die Handlung der spannenden
Geschichte hineingezogen. Schnell verschwimmen Realität und Fiktion und
Bastian findet sich in einer bedrohten Märchenhaften Welt wieder, die er
mit Hilfe seines Freundes Artreju und vielen fabelhaften Gestalten retten
muss. Dabei deckt er mit fortlaufender Handlung zunehmend größere Teile
vom eigentlichen Zusammenhang der Fantasiewelt „Phantasien“ und der realen
Welt auf, während er andererseits immer mehr von seinem früheren Leben
vergisst und mehr und mehr nach Phantasien gezogen wird. Am Ende steht
aber natürlich ein angemessenes Happy End, bei dem sich Bastian auch mit
seinem Vater, mit dem er vorher verschiedene Probleme hatte, wieder
versöhnt.