Zu den absoluten
Klassikern der deutschen Serienlandschaft gehört der Fernsehmehrteiler
„Die Schatzinsel“ von 1966, der auf dem gleichnamigen Erfolgsroman des
schottischen Autors Robert Louis Stevenson basiert und als die vielleicht
werkgetreueste Umsetzung des Materials überhaupt gilt. Unter der Regie von
Walfgang Liebeneiner und nach einem Drehbuch des bekannten Produzenten
Walter Ulbrich entstanden insgesamt 340 Filmminuten, für die ein Team von
deutschen und französischen Filmemachern verantwortlich war. Die
Produktion übernahmen das ZDF und der französische Fernsehsender O.R.T.F.
und so wurde das Werk auch erstmals im ZDF einem prompt begeisterten
Publikum vorgeführt. In Deutschland wurde „Die Schatzinsel“ als Vierteiler
gesendet, in Frankreich erschien die Verfilmung als 13-teilige Serie.
Die hervorragende
Arbeit des Teams und guter Schauspieler wie Michael Ande, Ivor Dean,
Jaques Monod, Ilsemarie Schnering und Jaques Godin erntete gute Kritiken
und erhielt den Perla-Filmpreis bei der Film- und Fernsehmesse im
italienischen Mailand. Seit 2006 ist der originale ZDF-Vierteiler auf DVD
im Handel erhältlich, wo er von Concorde Home Entertainment verlegt wird.
Die Handlung der
Serie orientiert sich wie angesprochen recht genau an der Romanvorlage und
dreht sich um den jungen Jim Hawkins, der als Sohn eines Gastwirts eines
Tages vom alten Seemann William „Bill“ Bones inspiriert wird, eine
abenteuerliche Seereise zu unternehmen und sich auf die gefahrvolle Suche
nach einem sagenhaft Schatz zu machen. Dieser Schatz, der dem
berühmt-berüchtigten Piraten „Captain Flint“ zugeschrieben wird, stellt
die ganze Gruppe der Schatzsucher auf eine harte Bewährungsprobe, da sich
auf Hawkins Schiff schnell große Habgier und ausgeprägtes Misstrauen
breitmachen.