Wer kennt sie nicht, die erfolgreichste Krimiserie im deutschen
Fernsehen, den Klassiker unter den Klassikern, die unvergleichliche Serie
„Derrick“, mit Horst Tappert und Fritz Wepper in den Hauptrollen, die fast
25 Jahre lang zwischen 1973 und 1997 produziert wurde und von der es
insgesamt 281 einstündige Folgen gibt? Erdacht von Herbert Reinecker und
produziert von Helmut Ringelmann ist „Derrick“ die meistverkaufte deutsche
Serie aller Zeiten und wurde in über 100 Länder exportiert.
Die Serie lebt vor allem vom Zusammenspiel der beiden Protagonisten,
dem Oberinspektor Stephan Derrick und seinem Assistenten, dem Inspektor
Harry Klein, die für die Münchner Polizei an diversen Mordfällen arbeiten.
Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Figur des Willy Berger, der von
Willy Schäfer gespielt wird und für die Spurensicherung zuständig ist.
Ursprünglich bediente sich die Serie derselben Dramaturgie wie die
US-amerikanische Krimiserie Columbo und zeigte den Mord und den Täter
gleich zu Beginn der Episode, sodass der Zuschauer die Protagonisten bei
der Aufklärung beobachten konnte. Da dieses Konzept beim deutschen
Publikum eher unbeliebt war, wurde es jedoch im Verlauf der Serie Schritt
für Schritt verändert und auch die Dauer der einzelnen Folgen schrumpfte
von 90 auf 60 Minuten.
Charakteristisch für die Figur des Stephan Derrik ist sein sauberes
Auftreten, seine strikte Haltung als Nichtraucher, sein großer
Kaffeekonsum im Büro, seine goldene Rolex-Uhr und seine dunklen
Lederschuhe. Auch seine große Brille und die ausgeprägten Tränensäcke
machen ihn unverwechselbar.
Typisch für die Serie sind auch die vielen verschiedenen Fahrzeuge, die
zum Einsatz kommen und gewöhnlich von bayerischen Herstellern stammen,
wobei am Ende ausschließlich BMWs zum Einsatz kommen. Der berühmte Satz
„Harry, hol schon mal den Wagen“ ist unter Derrick-Fans ein beliebter
Running-Gag, tatsächlich kommt der Satz in den 281 Folgen aber lediglich
ein einziges Mal vor. Tatsächlich bringt der Satz aber das typische
Gefälle zwischen dem Oberinspektor und seinem Assistenten zum Ausdruck und
ist vermutlich deshalb so weit verbreitet.