Nicht nur in den USA erlangte die
Anfang der 70er Jahre gestartete Serie Kultstatus. Hauptperson ist ein für
das L.A.P.D. (Los Angeles Police Departement) arbeitender Inspektor,
Columbo, der durch sein Auftreten mit teils verkommen wirkenden Klamotten
und Zigarre das Bild eines scheinbar stumpfsinnigen Ermittlers erzeugt.
Während die meisten Täter eines zu klärenden Falles Columbo unterschätzen,
gehört eben jenes Erscheinungsbild des unzureichend gründlichen Aufklärers
zu seinen Ermittlungsmethoden, die zu großem Erfolg führen. Am
gefährlichsten ist der Inspektor zum Zeitpunkt einer bereits beendeten
Befragung des Verdächtigen, wenn ihm beim Verlassen der Zielperson noch
eine Frage einfällt und er diesen Gedankengang mit dem Anheben seines
Armes gestisch unterstützt. Eine Anhäufung solcher immer wiederkehrenden
Ereignisse machen das Serienerlebnis perfekt. Interessantester Nebenaspekt
der Columbo-Folgen ist die Anwendung dieser psychologisch ausgetüftelten
Verhörstrategie auf realer Polizeiermittlungen.