Wer kennt sie nicht, die kleinen Helden
an Fäden mit ihren typischen Bewegungen und wackelnden Köpfen?
Die Fernsehaufnahmen, die ab 1953
stattfanden, machten das bereits 10 Jahre früher von der Familie Oehmichen
gegründete Marionettentheater in Augsburg überregional bekannt.
Die liebevoll gestalteten Figuren
führten Groß und Klein die Welt der Stars der Kinderbücher vor Augen. So
konnte man beispielsweise bei der Premiere das Märchen „Der gestiefelte
Kater“ bewundern, später dann „Jim Knopf“, den Kinderbuchklassiker von
Michael Ende, oder Max Kruses „Urmel“. Nach Manfred Jenning, der die
ersten Produktionen machte, übernahm Sepp Strubel 1979 die Rolle des
Autors und Regisseurs. Eine seiner ersten Produktionen war die Adaption
von Paul Maars „Am Samstag kam das Sams zurück“ von 1980. 1982 stellte
sich dann die „Katze mit Hut“ vor, die in ihrer Pension auf einige
ungewöhnliche Besucher traf.
Im Laufe der Jahre kamen in mühevoller
Detailarbeit – ein Drehtag ergibt gerade mal drei bis vier Minuten – über
100 Fernsehproduktionen zustande. Zuletzt wurde 2000 „Lilalu im
Schepperland“, ein dreizehnteiliges Stück, gedreht. 1996 wagte sich die
Puppenkiste mit „Monty Spinnerratz“ sogar ins Kino.
Im Theater waren und sind aber auch
Stücke für Erwachsene zu sehen, so zum Beispiel „Die Dreigroschenoper“ von
Brecht, „Der Prozess um des Esels Schatten“ von Dürrenmatt und zahlreiche
Opernadaptionen.